Der große Gewinner in 2010: Online-Marketing

Der große Gewinner in 2010: Online-Marketing

Als am vergangenen Montag das britische Marktforschungsinstitut Outsell Inc. seine neueste Studie öffentlich machte, dürfte es dem klassischen Print-Vermarkter wieder einmal kalt über den Rücken gelaufen sein. Was schon lange bekannt ist und viel diskutiert wird, wurde anhand einer Marktforschung im US Raum (“Marketing and Ad Spending Study“) unterstrichen: Während die Nachfrage von Online-Marketing Kampagnen immer größer wird und die Branche täglich neue Dienstleister am Markt verzeichnen kann, geht die Nachfrage im Printsektor relativ gesehen zurück.

 

Ablauf der Studie

Untersucht wurde speziell das Investitionsverhalten im Dezember 2009 von über 1.000 Werbetreibenden. Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage ist somit derzeit brandaktuell und wird von vielen Quellen als Maßstab für den amerikanischen Werbemarkt betrachtet.

Das Ergebnis der Erhebung

In der Studie kam man zu der Prognose, dass 2010 von insgesamt 368 Milliarden Dollar mittlerweile rund 32,5% in Online Werbung und nur mehr rund 30,3% in die Printwerbung investiert werden sollen. Das würde bedeuten, dass Online-Marketing erstmals am Printsektor vorbei zieht. Auch wenn der Budgetzuwachs der Printmedien auf ca. 1,2 Prozent geschätzt wird, kann es im Endeffekt dem Zuwachs der Onlinemaßnahmen von fast 10 Prozent keine Parole mehr bieten.

Bedeutung für den deutschen Markt

Die Schätzungen beziehen sich, wie geschildert, auf den amerikanischen Markt. In der Praxis sieht es so aus, dass uns dieser Markt immer ein gutes Stück voraus ist, die Trends sich aber größtenteils auch in Europa verbreiten. Betrachtet man die Entwicklung der letzten Jahre im Onlinebereich kann man dieses Trendverhalten in fast allen einzelnen Sektoren wiederfinden (Weblogs, Suchmaschinenmarketing, Affiliatemarketing, E-Commerce,…). Im vergangenen Jahr 2009 bekam das Onlinemarketing in Deutschland bereits einen Zuwachs von 12 Prozent. Für das aktuelle Jahr wird eine Steigerung von weiteren 14 Prozentpunkten erwartet. Während Online-Marketing aktuell den klassischen Zeitungen und Printmedien noch den Vortritt lässt, sehen es Experten für den deutschen Markt schon sehr bald auf der zweiten Stelle hinter TV und Fernsehen.

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