Von Mund zu Mund zum Erfolg – Werbung in sozialen Netzwerken

Irgendwie ist es schon gigantisch, das Internet: Ein unfassbar riesiges Netz von Beziehungen verschiedenster Menschen in unterschiedlichsten Teilen der Welt. Von Menschen, die direkt oder indirekt miteinander kommunizieren, die Bilder veröffentlichen und Videos, die oftmals gleichzeitig Inhalte konsumieren und produzieren. Das Netz der Netze ist ein sehr sinniger Begriff für das Internet. Schließlich besteht es unter anderem aus unzähligen Communities, aus Foren, Blogs, privaten Netzwerken, in denen sich Menschen austauschen, und die wiederum mit anderen Foren, Communities und Internetseiten verlinkt sind. Und nun stellen Sie sich vor, Sie würden es schaffen, eine werbende Botschaft in einige, vielleicht in viele dieser sozialen Netzwerke einzuspeisen. Eine Botschaft, die so attraktiv ist, dass sie weiter und weiter getragen wird, quasi von Netzwerk zu Netzwerk wandert. Wäre das nicht Werbung par excellence? Privat weitergegeben innerhalb von Gruppen mit Menschen, die einander vertrauen, Wert auf die Meinung des jeweils anderen legen? Social Media Optimization hat sich genau dieses Ziel gesetzt: Persönliche Netzwerke für die Verbreitung werbender Inhalte zu nutzen. Zu erreichen, dass werbende Botschaften oder Inhalte im Internet verbreitet werden, freiwillig, ohne als lästiges Übel klassifiziert zu werden. Ein ehrgeiziges Ziel, gewiss, aber beileibe kein unerreichbares: auch für Unternehmen des Mittelstands.

Chats, Foren und Mails

Fast 60% (59,5%) aller Deutschen ab einem Alter von 14 Jahren besitzen einen Internetanschluss. So die ARD/ZDF-Online-Studie 2006. Und fast jeder Fünfte der Befragten (19%) gab an, dass ihm „der Austausch mit unterschiedlichen Menschen im Internet, z.B. über Gesprächsforen, Chaträume, E-Mails wichtig geworden ist“. Da sind sie, die ganz persönlichen Beziehungen im Netz der Netze, über die Informationen verbreitet werden: beispielsweise über neue attraktive Inhalte, die das Medium „Internet“ bereithält, über Produkte, die einfach „geil“ sind, „Dienstleistungen, die auch Geizige erfreuen. Gerade die Teilnahme als Mitglied in Foren kann von einem unschätzbaren Wert, insbesondere für ein kleineres oder mittelständisches Unternehmen sein, das seinen Bekanntheitsgrad steigern möchte. Ein paar Regeln sollte man dabei allerdings beachten. Zum einen: Suchen Sie sich die richtigen Foren aus. Sie möchten als Produzent feiner Sahnetorten und Buttercremeschnittchen in einem Diätforum Beiträge schreiben und dabei ein kleines bisschen Werbung machen? Sie sind ein Sadist! Nein, im Ernst: Man würde Sie wohl ermahnen, vielleicht gar hinauswerfen. Streuen Sie Ihre Informationen nicht wahllos umher, suchen Sie sich gezielt Personenkreise, die sie gern aufnehmen, mit ihr etwas anfangen könnten. Falls Ihnen Recherche nach geeigneten Gruppen zu mühselig ist: Überlassen Sie sie einer guten Internetagentur. Wichtige Adressen im Netz zu kennen, gehört zu deren Aufgaben. Und wenn Sie dann versuchen, gezielt eine werbende Botschaft in Foren unterzubringen, beherzigen Sie eine weitere, sehr wichtige Regel:

Menschen sind nicht so dumm, wie manch einer glaubt

Vor allem sind sie allergisch gegen jeden Versuch, manipuliert zu werden. Kaum etwas ist verkehrter, als sich in einem passenden Forum anzumelden, dort irgendwelche an den Haaren herbeigezogene Beiträge zu veröffentlichen oder völlig Belangloses auf Fragen zu antworten und in Threads zu schreiben, nur um dort seine Werbebotschaft unterzubringen: „Ach ja, falls Ihr einmal das Produkt XY sucht, ich habe da einen Shop…“. Sie wären unten durch, würden allenfalls noch als Randfigur akzeptiert und Ihre Werbung wäre gründlich fehlgeschlagen. Zeigen Sie stattdessen Interesse am Forum, antworten Sie zur Sache, dann wird man im Allgemeinen auch akzeptieren, dass Sie beispielsweise in Ihrer Signatur Hinweise zu Ihrer kommerziellen Webseite geben. Auch nicht wahnsinnig clever ist es, sich von irgendwem die x-te Version des Spiels Moorhuhn mit einer billig wirkenden Grafik und nettem Hinweis auf Sie als Auftraggeber programmieren zu lassen und dann darauf zu hoffen, dass alle möglichen Internetuser aus Foren etc. sich darauf stürzen, wenn man sie nur dezent auf das Spiel aufmerksam macht. Virales Marketing ist toll: wenn es funktioniert. Dann spricht sich blitzschnell herum, dass da und dort ein tolles kostenloses Internetspiel wartet oder ein witziger Werbespot; die Nachricht läuft über die Foren, wird weiter getragen via Mail, veröffentlicht in Blogs. Funktioniert hat das beispielsweise beim Bundesdance einer bekannten Tageszeitung, mit dem man prominente Politiker einmal nach eigenem Gutdünken tanzen lassen konnte. Das machte Spaß: Und so etwas gefällt!

Weblogs — für den etwas einfacheren Weg

Das entscheidende Stichwort hier heißt: Multiplikatoren. Die Rede ist von Menschen, deren Meinung von einer ganzen Reihe anderer Menschen als wichtig erachtet wird. Sprechen solche Menschen eine Empfehlung aus, etwa für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung, so können Sie sicher sein, dass sich eine Vielzahl anderer zumindest mit Ihrem Angebot beschäftigen wird; es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn einige von denen nicht auch zu Ihren Kunden würden. Eine stetig wachsende Wichtigkeit als Multiplikatoren im Internet bekommen die so genannten Weblogger. Weblogs sind etwas Faszinierendes; da schreiben oftmals Menschen wie du und ich über Themen, die sie interessieren, über die sie Fachwissen besitzen, mitunter einfach über ganz private Dinge und Hunderte, manchmal Tausende und mehr Menschen lesen eifrig mit. Im Netz existieren Weblogs zu allen möglichen Themen: etwa zu Immobilien, witzigen Inhalten im Internet, zum Studentenleben und Ersparnismöglichkeiten, zu Stars und Prominenten und zu Quizsendungen, über Trends und Geschenkideen. Glaubt man einem Artikel in der „Zeit“, so gibt es weltweit etwa 200 Millionen Weblogs. Und einige von ihnen sind extrem erfolgreich, erreichen derart viele Menschen, dass manch Redaktion eines Printmediums neidisch wird. Gewinnen Sie einen solchen Blogger für sich, ist das Gold wert. Kontakt zu guten Bloggern gehört daher für jede Agentur, die Internetmarketing anbietet, zum Pflichtprogramm. Und wenn Sie gerade schon einmal dabei sind, sich mit Weblogs zu beschäftigen: Warum kreieren Sie nicht Ihren eigenen?

Bilden Sie Ihre eigene Community

Was passiert gerade aktuell in dem Gewerbezweig, in dem Sie mit Ihrem Unternehmen tätig sind? Was nervt Sie? Wie entwickelt sich Ihr Unternehmen? Welche neuen Produkte bieten Sie an? Welche Dienstleistungen sind neu dazugekommen? Schreiben Sie es in Ihr eigenes Weblog. Schreiben Sie nicht trocken, nüchtern, geben Sie dem Text etwas Unterhaltsames, eine persönliche Färbung, ohne ihn damit uninformativ zu gestalten. Oder beauftragen Sie eine Internetagentur, Ihnen nach Ihren Stichworten passende Einträge zu liefern. Sie werden viel mehr Leser damit bekommen, als Sie denken. Menschen sind neugierig, sehr neugierig und sehr mitteilsam. Für die Kundenbindung und die Neugewinnung von Kunden wird Ihr gekonnt aufgemachtes Weblog ein echter Gewinn sein; und mitunter werden aus Kunden gar Fans. Sie können noch sehr viel weiter gehen: Je nach Produkt kann man eine ganz eigene Community um sich scharen. Gekonnt versucht hat das etwa eine bekannte Spirituosenmarke; sie schaffte es unter anderem damit, das Image eines biederen Gesöffs gegen das eines absoluten In-Getränks zu tauschen. Falls Sie einmal schauen möchten: Das Getränk heißt nicht Förstergeselle ;-). Das dazu passende Unternehmen organisiert beispielsweise Partys, die die Bekanntheit des Getränks weiter steigern. Zugegeben, das ist keine ganz preiswerte Marketingmaßnahme; andere des Unternehmens sind allerdings — etwas abgewandelt — auch für kleinere Betriebe nutzbar. Auf der Internetseite existiert etwa ein Board, in dem Rezepte für Mixgetränke, die den Likör enthalten, ausgetauscht werden können. Ähnliche Boards mit zum Angebot passender Thematik können für praktisch jeden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen geschaffen werden: Wichtig ist einfach, eine wirklich gute Internetagentur zu beauftragen, die sich kreativ ans Werk macht. Hohe Kreativität ist das wahrscheinlich wichtigste Element guten Internetmarketings.

An vielen Orten zuhause sein

Das Internet kennt unglaublich viele Möglichkeiten, Inhalte zu veröffentlichen, Spuren zu eigenen Webseiten zu legen: sei es in Foto- oder Videocommunities, auf Seiten für Kaufberatung oder eben in Blogs. Die angebotenen Inhalte müssen einfach witzig sein, originell, von hohem Informationswert oder… absolut cool. Dann taugen sie, um von User zu User getragen zu werden. Auch das so genannte Social Bookmarking, bei dem Internetnutzer Links zu von ihnen favorisierten Internetseiten veröffentlichen, kann Menschen auf Ihre Spur führen, speist die Information „Hallo, hier bin ich, dies ist mein Angebot!“ in informelle, persönliche Netzwerke ein. Allerdings gilt auch hier: Surfen Sie nicht kreuz und quer durchs Internet und legen Sie Spuren, wo immer sich die Gelegenheit bietet. Gehen Sie planvoll vor, um wirklich diejenigen zu erreichen, die sich für Ihr Angebot, Ihre Dienstleistung interessieren könnten. Gute Internetagenturen — wichtige Informationen sollte man wiederholen ;-) — helfen Ihnen dabei.

Beziehen Sie Kunden ein!

Amazon.de tut das gekonnt. Falls Sie dort ein Buch sehen, dass nicht nur Sie, sondern auch Freunde, Bekannte, Verwandte interessieren könnte, müssen Sie nur auf einen kleinen Button mit Namen „Einem Freund weitersagen“ klicken. Viele Menschen machen so etwas und sie empfehlen auf diese Weise das jeweilige Produkt weiter. Andere schreiben Produktbeschreibungen, etwa in den bereits erwähnten Kaufberatungsseiten. Mitunter, keineswegs immer, ist es sinnvoll, sie dafür auf die eine oder andere Art zu belohnen. Sie können Kunden auch um Rat fragen, bitten, Ihre Meinung zu äußern, wenn es etwa um neue Artikel in Ihrem Sortiment geht. Sie beteiligen sie so an der Entwicklung Ihres Unternehmens, steigern so auch die Chance auf persönliche Empfehlungen, online via Mail, in Foren oder Communities, offline beim privaten Gespräch: in der Kneipe, im Cafe, beim gemeinsamen Essen. Der Wert einer solchen Empfehlung kann nicht groß genug eingeschätzt werden. Also, auf ins Netz der Netze: Lassen Sie für sich werben: von Menschen, die das nicht beruflich machen. Und holen sie sich Unterstützung dafür: von Menschen, die das beruflich machen. Und dann… genießen Sie einfach Ihren Erfolg.

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