Die Webbranche erwirtschaftete in 2008 45,7 Milliarden Euro
Untersuchungen ergaben, dass die deutsche Internetwirtschaft im Jahr 2008 45,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet hat. Diese enorme Summe schlüsselt sich wie folgt auf: das Marktsegment E-Commerce hat mit 22,5 Milliarden Euro den größten Anteil, gefolgt von der Onlinewerbung mit 3,78 Milliarden Euro und Online-Plattformen mit 0,8 Milliarden Euro.
Der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft und das Beratungsunternehmen Arthur D. Little haben die deutsche Internetwirtschaft zum ersten Mal systematisch erfasst. Hierfür wurde die gesamte Branche in vier Elemente eingeteilt. Diese heißen Netzinfrastruktur und Betrieb, Dienste und Anwendungen, Internetinhalte sowie Aggregation und Transaktion. Zu letzteren gehören auch E-Commerce, Onlinewerbung und die Online-Plattformen. Die in Auftrag gegebene Studie "Die deutsche Internetwirtschaft 2009 – 2012: Überblick, Trends und Treiber" beleuchtet den Umfang und die jeweilige Größe der einzelnen Teilmärkte.
Laut der Studie zählten im Untersuchungsjahr 2008 über 6.000 Unternehmen zu der deutschen Internetwirtschaft. Den größten Anteil von 42 Prozent besaß dabei das Marktsegment Festnetz-Internetanbieter. Auf Online-Advertising-Anbieter entfielen dagegen sieben Prozent. In der Zählung von eco und Arthur D. Little wurden dagegen E-Commerce-Händler und Internet-Inhalte-Anbieter nicht berücksichtigt. Sie gehen weiterhin davon aus, dass in der deutschen Internetwirtschaft zwischen 200.000 und 250.000 Menschen beschäftigt sind. Eine klarere Zuordnung sei jedoch problematisch, da die Aktivitäten eines Unternehmens nicht immer vollständig der Internetbranche zugerechnet werden könnten.
Auch die Zukunftserwartungen der gesamten Branche für die nächsten Jahre sind äußerst positiv. Die in der Studie befragten 700 Unternehmen und Marktexperten rechnen fest damit, dass das Entwicklungspotenzial der Branche und besonderes in den Segmenten Transaktionsdienste, E-Commerce, Online-Plattformen und Online-Advertising sehr groß ist. Weiterhin wird auch den Online-Applikationen ein großes Wachstumspotenzial zugesprochen.
