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Linkbuilding – ja oder nein?

29 Jun. 2015 von Marko Glaser
Suchmaschine
Enorm wichtig: Linkbuilding

(Lesedauer: ca. 4:45 Minuten)

Es vergeht kaum ein Tag, an welchem das Thema nicht aufgegriffen wird, in den meisten Blogs ist es das Streitobjekt Nummer eins: Ist Linkbuilding nach wie vor zeitgemäß? Ist es gar tot? Darüber scheiden sich die Geister – und werden es auch noch zukünftig tun. Wir klären heute, wie unsere Sicht der Dinge auf diese sensible Angelegenheit ist und warum nicht nur wir glauben, dass Linkbuilding sehr wohl „lebt“.

Viele Faktoren haben Einfluss

Zwar steht das Linkbuilding bei vielen nicht hoch im Kurs, das heißt aber nicht, dass die Maßnahme unbedingt ein schlechter Weg ist:

Dennoch ist es in der Suchmaschinenoptimierung, auch allgemein gesprochen, nie ratsam, sich nur auf einen Faktor festzulegen und diesen zu stärken. Für den Erfolg in diesem Bereich müssen unterschiedliche Punkte zusammenspielen. Und dieses gegenseitige Bedingen sollte niemals unterschätzt werden. Dabei ist natürlich das Linkbuilding an sich einer der stärksten SEO-Maßnahmen, die man durchführen kann. Jedoch gilt es, auf folgende Punkte zu achten:

  • Die Algorithmen der Suchmaschinen verändern sich. Es kommt generell nicht mehr darauf an, wie viel Backlinks man platziert, sondern wie der Qualitätsanspruch dieser aussehen soll.
  • Unterschiedliche Updates sorgen immer wieder dafür, dass sich die redaktionelle Arbeit im Bereich des Linkbuildings verbessern muss. Nur wer gute Links liefert, wird für diese auch im Sinne besserer Suchergebnisse entlohnt.
  • Was sich früher möglicherweise bewährt hat, ist eben durch genau diese Neuerungen heute kein positiver Rankingfaktor mehr. So sind übermäßig schnelle Top-Ergebnisse in den seltensten Fällen über Nacht erreichbar. Was im Alltag gilt, zieht nun auch immer weitere Kreise im Bereich SEO: Geduld bewahren sowie dauerhaft strategisch und zweckdienlich arbeiten.
  • Das heißt aber auch: Man sollte unbedingt mehr Muse in die Linkarbeit stecken, als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Je schwieriger es ist, an einen Backlink zu kommen, umso sicherer kann man sein, dass dieser eine enorme Spannweite mit sich bringt. Vor allem für ein positives Reputationsmanagement ist dieser Punkt wichtig.

Inhalte, Inhalte, Inhalte

Es klingt wie eine Binsenweisheit, aber guter Content mit Mehrwert schafft nicht nur eine längere Verweildauer, sondern deckt auch den vorhergehenden Schritt ab: So wird die eigene Website zunächst gefunden.

  • Natürlich muss man in diesen Punkt wieder einiges an Zeit investieren, doch es kann sich lohnen: Ist man als Autor bekannt (und geschätzt), wird die Internetpräsenz auch ohne dauerhaft hohen Content besucht (natürlich ist guter Inhalt aber wünschenswert und auch dem Leser geschuldet).
  • Bitte keine automatischen Linkbuilding Tools einsetzen. Wie bereits erwähnt, mag das in früheren Zeiten zu guten Erfolgen geführt haben. Heute können Google und Co. mit Abstrafungen drohen. Penaltys sind nur schwerlich wieder auszubügeln.
  • Das eine bedingt das andere: Zwar kann man auf Texte mit minderer Qualität setzen und diese massenweise anfertigen. Diese besitzen, bedingt durch die Länge, eine Vielzahl an Links. Das Problem (und die folgende Kausalkette): Diese werden nicht gelesen, somit auch nicht geteilt und der Effekt verpufft. Die bessere Wahl ist es, „Perlen“ anzufertigen, die starken, brauchbaren Inhalt liefern, der für Leser interessant ist. So wird sich die anschließende Verbreitung verselbstständigen.

Clickbaiting für die Sichtbarkeit

Bei dem sogenannten Clickbaiting ist es das angestrebte Ziel, so viel Backlinks wie nur gerade möglich zu erhalten – und dies auf eine natürliche Weise (oder zumindest so gut wie). Unterschiedliche Strategien sollen den User dazu verleiten, die eigene Website zu verlinken. Besonders populär sind schwierige Sachverhalte, die einfach und somit verständlich dargestellt werden. Objektiv gesehen werden u.a. folgende Darstellungen gerne verlinkt:

  • Listen („Die 10 besten…“, „Die 4 schlimmsten…“): Je eindrucksvoller diese dargestellt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass User solchen Content verlinken. Auch praktisch anwendbare Tipps und Tricks, die es in dieser Form erst selten im WWW gibt, sind erfolgsversprechend.
  • Der Erste sein: News sind immer ein guter Weg, um verlinkt zu werden. Jedoch gilt hierbei: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, denn eine NEU – igkeit verliert schnell ihren Charakter, je öfter sie erwähnt wird. Dabei unbedingt auf die Social Media-Kanäle setzen! (diese eignen sich immer hervorragend für eine schnelle Verbreitung).
  • Bilder und Videos: Noch lieber zu verlinken sind humorvolle, seltene oder außergewöhnliche Bilder, die erstaunen (und die der Leser aus diesem Grund schnell seinen Freunden via Instagram zeigen möchte). Tutorials sind ebenso gefragt, denn Bilder sagen immer mehr als tausend Worte – selbst für Vielleser.

Selbstverständlich gibt es noch andere Wege, um natürliche Verlinkungen zu erhalten. Wichtig zu wissen: Der Macher des Clickbaits kann keinerlei Einfluss nehmen – das funktioniert eher …

… in relevanten Communitys

Linkedln-Profile dürfen insgesamt drei Links als Ankertext vorweisen. Dieser dient, da aus SEO-Sicht nicht relevant, „lediglich“ dazu, Nutzer zum Klicken zu verleiten.

Beispiel: User XY hat insgesamt drei Arbeitsstellen, die er in seinem Profil angibt:

XY arbeitet im Restaurant „Zur schönen Aussicht“ (= Link)

XY ist Freelancer bei „Freelanceabc.com“ (= Link)

XY ist Experte für Businessfragen bei „Businessfrage123“ (= Link)

Auch Google+ verhilft, zahlreiche Links zu setzen – dabei besteht jedoch die Gefahr, den Text schnell als pure Werbeplattform darzustellen. Ein gesundes Maß an Links ist unbedingt erforderlich. Dafür geht man zunächst auf den Button „Bearbeiten“ unter dem Punkt „Geschichte“ auf der „Über mich“ – Seite von Google+. In unterschiedlichen Punkten (Spalte oben) gibt es die Möglichkeit zur Verlinkung:

 

a

 

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Auch via YouTube können Links ganz einfach gesetzt werden, dank des neuen Designs geht das auch noch sehr viel schneller.

Auf den Nutzer zugehen

Für viele Besucher der Website ist es meist viel zu kompliziert, die Seite weiter zu verlinken. Deswegen sollte man als Besitzer simple Wege gehen:

  • Warum nicht den Quellcode angeben und die Interessenten so ermuntern, die eigene Seite ganz einfach via Copy & Paste weiterzuempfehlen?
  • Wenn man besonders viele E-Mails versendet, sollte die Signatur zum einen natürlich alle relevanten Informationen zur Person beinhalten. Einen passenderen und natürlicheren Weg zum Linkbuilding gibt es jedoch kaum, denn der Platz innerhalb der Signatur ist nahezu unbegrenzt beschreibbar – auch mit relevanten Links, um für seine Website zu werben.

 

Fazit: Es gibt enorm viele Wege, in das Linkbuilding einzusteigen. Entgegen der immer wieder aufkeimenden Meinung, diese SEO-Maßnahme sei tot, wenden sich auch sehr viele aktuelle Projekte diesem Prozess zu. Deshalb ist wichtig festzuhalten: Linkbuilding hat sich verändert und wird es wohl zukünftig auch weiterhin machen. Aus diesem Grund hält man am besten an der Methode fest und passt sie je nach aktueller Marktlage an, um das Beste aus seiner Website herauszuholen.

Über den Autor

Marko Glaser

Marko Glaser arbeitete nach seinem Studium zunächst als PR-Manager. Heute berät er Unternehmen als Experte für Suchmaschinenoptimierung und E-Business mit Schwerpunkt E-Commerce und ist gern gesehener Gast bei Vortragsreihen, wo er zu allen Themen rund um erfolgreiche Geschäftsführung im Zeitalter der Digitalisierung referiert.

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