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SEO-Agenturen und ihre Kunden: 2014 wird ein „Beziehungstest“

12 Dez. 2013 von Mona Gruber
Suchmaschine
Erfolgreiche Zusammenarbeit im SEO-Bereich

(Lesedauer: ca. 4:20 Minuten)

Die Arbeit einer SEO-Agentur ist mittlerweile ausgesprochen breit gefächert und kann ab einem bestimmten Auftragsvolumen bzw. einer bestimmten Zielsetzung auch nicht mehr nur von einer Person erledigt werden. Google ändert die „Spielregeln“ regelmäßig, so dass sich das Bild der SEO-Arbeit fortlaufend ändert: Inzwischen geht es nicht mehr nur um Links und Seitenstrukturen, sondern auch um Social-Media-Kanäle, um Texte, Grafiken, Fotos und Videos.

Wer seriöse und möglichst nachhaltige Arbeit abliefern möchte, hat es als „Einzelkämpfer“ immer schwerer. Die Anforderungen steigen und sind von einem einzelnen Suchmaschinenoptimierer nur noch schwer ohne Hilfe zu erfüllen – es sei denn, es handelt sich um ein Multitalent, dass nicht nur etwas vom klassischen Linkbuilding versteht, sondern auch noch Grafiken erstellen, Texte schreiben und Social-Media-Kanäle pflegen kann. Das alles natürlich auf ansprechendem Niveau und möglichst ausdauernd.

Veränderte „Marschroute“ birgt nicht nur Risiken

Die gestiegenen Anforderungen haben nicht nur Einfluss auf die Agentur-Arbeit, sondern auch auf das Verhältnis zwischen Agentur und Kunde. Im Idealfall besteht hier ein vertrauensvolles Verhältnis, bei dem die Zusammenarbeit nicht bei erstbester Gelegenheit infrage gestellt wird. Eine gute Beziehung sollte von einem regelmäßigen Austausch getragen sein, was nicht nur Vertrauen schafft und stärkt, sondern auch wertvoll für eine erfolgreiche Arbeit sein kann.

Die Zusammenarbeit beider Seiten ist in den letzten Monaten immer wichtiger geworden und wird 2014 eine zentrale Rolle spielen. Beide Seiten, Agentur und Kunde, müssen ihr Knowhow künftig noch besser bündeln, denn Google verlangt nicht nur nach immer hochwertigerem Content, sondern ist inzwischen auch erstaunlich gut in der Lage, hochwertigen Content als solchen zu erkennen. Viele Websites müssen deswegen inhaltlich um- oder ausgebaut werden – und zwar in möglichst enger Abstimmung beider Seiten. Die Zeiten von SEO-Textwüsten im Footer-Bereich sind endgültig vorbei; die Agenturen sind mehr denn je auf die Hilfe ihrer Kunden angewiesen.

Es muss also überarbeiteter oder gar neuer Content her. Bevor nun allerdings fleißig Texte beim Kunden bestellt werden, gibt es zwei Punkte, die vorab geklärt werden müssen, um die Zusammenarbeit nicht zu belasten:

  • Weiß der Kunde grundsätzlich, worum es geht? Weiß er, was ganz allgemein bei der Suchmaschinenoptimierung gemacht wird und weiß er, warum der Content-Ausbau wichtig ist?

Seit den Anfängen der SEO-Arbeit ist es besonders den Geschäftsführern von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) nicht immer klar, worin die SEO-Arbeit überhaupt besteht. Dieses ist allerdings wichtig, bittet man um eine engere Zusammenarbeit. Bei der Erstellung von Inhalten mit wirklichem Mehrwert ist man auf den Sachverstand seiner Kunden angewiesen, denn schließlich soll genau dieser Sachverstand über die Website transportiert werden. Es ist somit unerlässlich, dass der Kunde weiß, warum ein Mehraufwand von ihm verlangt wird.

  • Ist der Content-Ausbau eine reine SEO-Maßnahme? Oder wäre dieser Schritt ohnehin nötig gewesen, um den Online-Auftritt des Kunden servicegerechter und zeitgemäßer zu halten?

In einigen Fällen kommt auf Agentur und Kunden eine ganze Menge Arbeit zu. Der Content für Kunden aus spezialisierten Bereichen wie zum Beispiel technischen Branchen muss inhaltlich unbedingt einwandfrei sein. Bei so einem sensiblen Bereich sollten die inhaltlichen Vorgaben für den Contentausbau also vom Kunden selbst kommen, ebenso wie eine Endabnahme!

Ganz klar, jegliche Angaben auf der Website repräsentieren das Unternehmen. Geht es um fachliche Dinge, also um die Kernkompetenz des Unternehmens, muss mit inhaltlicher Stärke und natürlich richtigen Angaben geglänzt werden. Dieser Punkt ist ausgesprochen wichtig wenn es darum geht, aus einem Websitebesucher einen Kunden zu machen. Der Aufwand bei der Contenterstellung darf zwar ruhig auf Seiten der Agentur liegen, doch die Verantwortung sollte auf jeden Fall beim Kunden bleiben und durch eine Endabnahme aller neuen Inhalte gewährleistet sein. Dieses sollte auch vorab so kommuniziert werden.

Neuer Website-Content: Wer macht was?

Es ist also wichtig vorab zu klären, wer für den Mehraufwand der Contenterstellung aufkommt. Wird ein externer Texter benötigt, der bezahlt werden muss? Oder werden die Texte von einem Mitarbeiter des Kunden geliefert? Wer übernimmt die Kosten von Bild- oder Videoagenturen oder einem externen Grafiker?

Ist der Content-Ausbau eine reine SEO-Maßnahme, dürfte es in einigen Fällen nicht leicht sein dem Kunden zu vermitteln, dass Mehrkosten auf ihn zukommen. Hier muss man entweder in den sauren Apfel beißen und die Kosten selbst tragen oder kreativ sein.

Viele Agenturen unterhalten inzwischen eine eigene Kreativabteilung mit Textern, Designern und Online-Gestaltern. Vorteile gibt es hier für beide Seiten, für Agentur und Kunden: Ein eigenes Kreativteam im Haus der Agentur kommt den Kunden nicht nur billiger, sondern arbeitet auch effizienter. Die einzelnen Unterabteilungen sind in der Regel eingespielt und haben oftmals schon mehrere Projekte zusammen gestemmt. Ein eingespieltes Team arbeitet nicht nur schneller sondern oftmals auch fehlerfreier. Alle Beteiligten wissen worauf es ankommt und sind gut aufeinander abgestimmt.

Es gilt also, den Kunden mit in das Boot zu holen und in die Arbeit einzubinden. Die Erfahrung zeigt, dass ein reibungsloser Ablauf meistens nur dann möglich ist, wenn es für alle Belange einen festen Ansprechpartner auf Kundenseite gibt! Gleich zu Beginn des „Projekts Contentausbau“ sollte also um solch einen Ansprechpartner gebeten werden, der selbstverständlich nicht nur kompetent ist, sondern auch weisungsbefugt. Ein Ansprechpartner ist nur wenig hilfreich, wenn bei jeder Komma-Änderung oder Pixel-Verschiebung die Geschäftsführung um Erlaubnis gefragt werden muss.

Fazit: 2014 wird ein Prüfstein für Agentur und Kunde

Auf welche Variante es auch hinausläuft, ob nun mit Contenterstellung auf Agentur- oder auf Kundenseite: Eine enge Zusammenarbeit ist für beide Seiten nützlich und wird in Zukunft noch wichtiger werden, als es ohnehin schon der Fall ist. Google achtet verstärkt auf einen echten Mehrwert für den User, und diesen können SEO-Agentur und Kunde nur gemeinsam anbieten.

Ein rechtzeitiges Gespräch über die Notwendigkeit, über den Nutzen und den Aufwand ist die beste Ausgangslage, um erfolgreich auch den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Das kommende Jahr wird ein Prüfstein für die Beziehung zwischen SEOs und Kunden. Wer hier gut plant und optimal kommuniziert, hat nicht nur gute Erfolgsaussichten, sondern auch viel Spaß an der Arbeit.

Über den Autor

Mona Gruber

Mona Gruber schreibt nicht erst, seitdem sie Germanistik studierte und sich ihr Studentenleben als freiberufliche Autorin finanzierte. Mit fundierten Erfahrungen als Texterin und Social Media Managerin baut sie ihren Erfahrungsschatz dank der unterschiedlichen Kunden von seosupport täglich weiter aus.

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