SEO Mythen – Wie viel Wahrheit steckt in ihnen?

  • 11. Januar 2016
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Seitdem die Suchmaschinen Mitte der 90er Jahre zentrale Dreh- und Angelpunkte des Internets wurden, rätselt so ziemlich jeder Webseitenoptimierer über deren verborgene Funktionsweise. Sicher ist es kein Geheimnis, dass diese virtuelle Suchhilfe beinahe in allen Lebenslagen die nötigen Informationen bereitstellt. Jedoch bleibt die Frage bestehen: Wie macht Google und Co. das eigentlich?

Hinter den sekundenschnellen Suchprozessen stecken hochkomplexe Algorithmen, welche in den meisten Fällen über die Sichtbarkeit einer einzelnen Seite entscheiden.

Da die Ermittlungskriterien der Suchmaschinen nicht öffentlich sind, bestehen alle Annahmen im Grunde ausschließlich aus Beobachtungen und Vermutungen der Web-User.

Logischerweise kursieren demzufolge auch so einige Unwahrheiten und Mythen im Netz, von denen Einige im Folgenden aufgeklärt werden sollen.

 

I. Bei SEO ist der Kunde König – doch hat er automatisch mit allem Recht?

Man sollte sich im SEO-Bereich stets bewusst sein, dass viele der Kunden meist nur sehr geringes Vorwissen in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung haben. Möglicherweise hat der Kunde vor kurzem einen Artikel in einer beliebigen Fachzeitschrift gelesen und hält nun die Optimierung der eigenen Website für eine innovative Idee.

Daraus folgendes Halb- oder Scheinwissen ist im SEO Bereich besonders gefährlich, da man leicht dazu verleitet wird, seine wertvolle Zeit für ineffiziente Methoden aufzuwenden, obwohl eine andere Vorgehensweise in diesem Fall möglicherweise deutlich sinnvoller wäre.

Man sollte natürlich trotzdem immer auf die Wünsche seines Kunden eingehen, jedoch diesem auch vermitteln, welche Vorgehensweise im seinem speziellen Fall die Nützlichste ist.

Seien Sie sich Ihrer Expertenposition bewusst und dementsprechend verständnisvoll, wenn Sie Ihrem Kunden mitteilen wollen, dass der von ihm vorgeschlagene Optimierungsplan möglicherweise hinfällig ist.

 

II. AdWords Anzeigen verändern das organische Ranking

Das Schalten von Google AdWords Anzeigen bei Google hat entgegen aller Gerüchte tatsächlich keinen Einfluss auf den organischen Suchbereich.

Sicherlich ist dies eine gute Möglichkeit um den Traffic einer Website zu erhöhen. Denkbar ist durchaus, dass der Traffic über das Bestehen der jeweiligen Anzeige hinausgeht und somit von der die Seite auch langfristig profitieren kann.

Jedoch ändert dies nichts an der Tatsache, dass Google AdWords und das organische Ranking voneinander völlig unabhängig existieren.

 

III. Die Relevanz von Keywords hat ihren Wert verloren

Durch die ständige Optimierung der Suchmaschinenalgorithmen im Gleichtakt zu internettechnischen Innovationen, kommt es immer wieder dazu, dass manche Parameter ihren Wert verlieren, während parallel völlig neue erschaffen werden.

Mit dem Google Hummingbird-Update von 2013 häuften sich verstärkt Gerüchte, dass die Bedeutung  von Keywords stark sinken würde. Diese Behauptung findet sich vereinzelt nach wie vor im Internet, obwohl sich in dieser Annahme grundsätzlich keine Wahrheit finden lässt.

Es stimmt zwar, dass andere On-Page Faktoren mehr und mehr an Bedeutung gewinnen, was allerdings die essentielle Keyword-Optimierung noch lange nicht hinfällig macht. Diese ist und bleibt voraussichtlich eine der wichtigsten Möglichkeiten der Webseitenoptimierung.

 

IV. Falsche Erfahrungsberichte und Bewertungen bleiben für Google verborgen

Der Versuch, künstlich einen guten Ruf in der Internet-Community aufzubauen hat schon für so manchen in einer Abstrafung geendet. Die Gefahr den Google Suchmaschinenalgorithmus zu unterschätzen ist gerade für Laien sehr hoch.

Tatsächlich ist dieser gerade in Sachen Spamerkennung erstaunlich effektiv, und bemerkt in der Regel ziemlich genau, wenn unnatürliche Bewertungen abgegeben werden. Vor allem, wenn plötzlich innerhalb von kurzer Zeit viele rein positive Erfahrungsberichte und Bewertungen für eine bestimmte Sache veröffentlicht werden, kann man davon ausgehen, dass Google diese enttarnt.

Deshalb sollte man in der Regel auf künstlich generierte Bewertungen verzichten und stattdessen versuchen, die eigenen zufriedenen Kunden dazu zu bewegen, selbst im Netz ihre Erfahrungen zu verfassen.

 

V. Gastbeiträge haben keinerlei Mehrwert

In einem Blogbeitrag von Anfang 2014 hat sich Matt Cutts (Chefentwickler im Google Web-Spam-Team) über die Vermeidung von Blog-Posts auf externen Seiten im SEO-Bereich geäußert.

Daraus entwickelte sich folglich relativ schnell das Gerücht, dass Google fortan Gast- und Blogeinträge nicht mehr als positiven Einfluss für das Seitenranking anerkennen würde. Tatsächlich war die Aussage, die Cutts eigentlich treffen wollte, aber nur ein Hinweis darauf, dass Einträge mit hoher Qualität tendenziell positiv bewertet werden, während schlechte Beiträge sich eher negativ auf das Ranking einer Website auswirken können.

Ein Gast-Beitrag ist dann hochwertig, wenn sich dieser auf seriösen, spamfreien Seiten befindet, und den Leser durch dessen Inhalt dazu anregt, die beschriebene Webseite zu besuchen. Vermieden werden sollten Seiten, die thematisch in keinem Zusammenhang stehen, sowie Blogs, die offensichtlich ohnehin niemand liest.

 

VI. Linkaufbau ist veraltet und nicht mehr notwendig

Die Strategie des Linkaufbaus für eine Website hat sich im Laufe der Jahre stark verändert und verkompliziert. Immer mehr Faktoren müssen beachtet werden, und es wird immer schwieriger eine hochwertige und umfangreiche Linkstruktur aufzubauen. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass das Link-Building für die Suchmaschinenoptimierung ausgestorben ist.

Das alte Prinzip von „Quantität vor Qualität“ ist schon seit langem überholt, und so kommt es heutzutage immer öfter vor, dass schlechte Linkverbindungen einer Seite eher schaden können, als dass sie nutzen. Noch immer stellt der Verweis einer externen Website im Auge Googles eine Art Vertrauensbeweis dar, welcher den Trust der eigentlichen Seite erhöhen kann.

 

VII. Suchmaschinenoptimierung ist Zeitverschwendung

Von dem Moment an, an dem die Suchmaschinen das Internet eroberten und es sich zur Aufgabe machten, den Content von Millionen Seiten für den Internetuser zu ordnen, war auch der SEO-Bereich geboren.

Solange es das Internet gibt und keine phänomenale Innovation alles verändert, wird auch die Suchmaschinenoptimierung essentiell bleiben. Die organische Suche von Google, Bing, Yahoo und allen anderen Suchmaschinen wird allem Anschein nach, noch lange in dieser Form existieren und den Erfolg von Webseiten bestimmen. Demzufolge werden auch die Webseitenbetreiber stets weiterhin das ehrgeizige Verlangen besitzen, durch die Optimierung ihrer Seite eine möglichst gute Platzierung im Ranking zu erreichen.

Und aus diesem Grund hat die Suchmaschinenoptimierung ihre Bedeutung nie verloren.

 

 

 

 

Pressekontakt:


Patricia Poethke
Tel.: +49 (30) 889 27 86-0
Email: p.poethke@seosupport.de

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