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SEO-Tipps: Grundlagen für Anwaltskanzleien

20 Dez. 2012 von Christian Friedrich
Allgemein
Auch Anwaltskanzleien profitieren von SEO

(Lesedauer: ca. 3:45 Minuten)

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) einer Website ist für jedes Unternehmen ausgesprochen wichtig, denn die ersten Schritte sind nicht nur leicht umzusetzen, die ersten Erfolge stellen sich meistens auch recht schnell ein. Aufwendiger und schwierig wird es meistens erst, wenn die Grundlagen gelegt sind und eine Basis-Optimierung vorgenommen wurde. Die Erfolge guter SEO-Arbeit können enorm sein – je nach Ausgangslage der Website. Doch welches sind die ersten Schritte? Hier ein kleiner Einblick am Beispiel einer Anwaltskanzlei.

Recherche der Keywords

Das Ziel einer Suchmaschinenoptimierung ist das bessere Auffinden der Website bei Google und Co. Wenn der User ein bestimmtes Wort in die Suchmaske eingibt, sollte die Website also möglichst weit oben stehen. Bei welchen so genannten Keywords die Website gut gelistet wird, kann man beeinflussen und ist der Kern der SEO-Arbeit.

Hier muss also überlegt werden, welche Suchbegriffe die potentiellen Kunden (hier: Klienten) nach einem Anbieter suchen. Das Keyword bzw. die Keyword-Kette muss auf der einen Seite einfach sein, zum Beispiel „Rechtsanwalt“, zum anderen aber auch Eindeutig, wie zum Beispiel „Rechtsanwalt Verkehrsrecht“. Wird ein zu grob gefasster Begriff gewählt, gibt es viele bis sehr viele „Mitbewerber“ (also Websites, die ebenfalls unter diesem Keyword gefunden werden wollen). Dass die eigene Website unter diesem Suchbegriff weit oben im Ranking landet, ist dann unwahrscheinlich.

Ein regionaler Bezug ist zudem von großem Vorteil, zumal Google auf regionale Bezüge immer mehr Wert legt. Die Chance, dass sie bei der Suchanfrage „Rechtsanwalt Verkehrsrecht Berlin“ gefunden werden ist weitaus größer als bei der Suche nach nur einem „Rechtsanwalt“.

Eine genaue Recherche sinnvoller Keywords ist also unerlässlich und muss gut überlegt werden.

Optimierung der Website

Hat man sich für Keywords entschieden, muss die Website darauf abgestimmt werden. Dieses Thema ist komplex, im Zweifelsfall sollte man hier mit einem Fachmann zusammenarbeiten. Unter Umständen macht es Sinn, die Seite komplett neu anzulegen. Der Aufwand ist zwar enorm, lohnt sich letztendlich aber.

Grundsätzlich geht es hier darum, dass die Keywords sinnvoll (!) und im richtigen Umfang auf der Website platziert werden. Google „sucht“ die Websites nach diesen Keywords ab. Hier sollte man Google unbedingt helfen! Die Keywords sollten im Idealfall zum Beispiel in der URL auftauchen, in Überschriften und Texten, aber auch in Meta Desciptions (SEO-Text, der unten auf der Startseite zu finden ist) und dem Reiter des Browsers.

Die Einstreuung der Keywords in den Content (den Inhalt – zum Beispiel den Produktbeschreibungen) ist ebenfalls wichtig. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn Masse bedeutet hier nicht unbedingt Klasse. Zu viele Keywords sind eher hinderlich.

Auf Erreichbarkeit achten

Wenn Klienten nach einem Rechtsanwalt suchen, dann wollen diese erst einmal mit den wichtigsten Daten versorgt werden. Alles andere kommt später. Kaum etwas ist ärgerlicher, als nach den Kontaktdaten lange suchen zu müssen. Am besten werden diese gleich auf der Startseite platziert – zumal das auch von Google geschätzt wird. Google sucht die Website nach Ortsnamen und Adressen ab. Ist das Wort „Berlin“ von Google schon auf der Website auszulesen, wirkt sich dieses auf eine hohe Rankingposition bei den Suchanfragen aus. Aber Achtung: Bei Grafiken kann Google den Text nicht lesen! Wenn also die Adresse zum Beispiel anhand eines Fotos dargestellt wird, ist dieses zwar für den User sichtbar, nicht aber für Google.

Die Verwendung von Google Places bzw. Google Maps macht in diesem Zusammenhang ebenfalls Sinn. Diese Daten werden von der Suchmaschine ausgelesen und beim Ranking berücksichtigt.

Popularität erhöhen

Google möchte bei einer Suchanfrage dem Suchenden nach Möglichkeit die besten und wichtigsten Websites präsentieren. Um zu beurteilen, welche Seiten wichtig sind und welche nicht, wird die Popularität anhand der Reichweite der Sites beurteilt. Dieses geschieht in Form von Links: Je öfter die eigene Seite verlinkt wird, desto wichtiger ist sie im Google-Ranking. Viele Links von fremden Seiten auf die eigene Website sorgen also für eine gute Positionierung bei einer Suchmaschinenanfrage. Es empfiehlt sich also bei möglichst vielen Bewertungsportalen, Foren und Branchenbüchern vertreten zu sein, denn von dort wird auf die eigene Website verlinkt.

Fazit

Hat man zum Einstieg diese Punkte berücksichtig, ist ein erster wichtiger Schritt geschafft. Die Arbeit eines guten SEOs sieht natürlich noch ganz anders aus und kann mit diesen Maßnahmen nicht ersetzt werden.

Viele User wählen nach einer Suchanfrage eines der ersten drei Angebote aus. Ist man hier vertreten, ist eine enorme Steigerung der Kontakte zu erwarten. Die Suchmaschinenoptimierung ist also unersetzlich und zahlt sich vergleichsweise schnell aus.

Über den Autor

Christian Friedrich

Christian Friedrich ist als Head of Online Marketing ein Spezialist für alle Fragen rund um Suchmaschinenoptimierung. Er ist bereits sehr erfolgreich als Autor für Online-Publikationen rund um die Themen eCommerce und aktuelle Entwicklungen im Web bekannt. Um sein Profil abzurunden, beschäftigt sich Christian außerdem mit Fair Trade Handel, Ökonomie und Politik.

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